Gut zu wissen...

Für ehrenamtliche Sprachmittler*innen gibt es manchmal die Möglichkeit, sich Fahrtkosten erstatten zu lassen oder sogar eine Aufwandsentschädigung zu erhalten. Hierzu fragen Sie bei dem Sozialamt vor Ort nach.

Einen Dolmetscherpool sowie Fortbildungen für Ehrenamtliche zur Sprachmittler*in bieten unter anderem „Arbeit und Leben“ in Mainz an: Dolmetschen im sozialen Raum (DOOR)

Übersetzen: zwischen Sprachen vermitteln

Ein mögliches Einsatzgebiet für Ehrenamtliche mit guten Fremdsprachenkenntnissen ist das Dolmetschen und Übersetzen. Da nur die wenigsten eine Ausbildung oder ähnliches zum*r Dolmetscher*in gemacht haben, sprechen wir hier von Sprachmittler*innen.

Gerade bei Arztbesuchen und Behördengängen ist es wichtig, dass notwendige Informationen ohne (große) Verluste ausgetauscht werden können. Oft reicht das bereits erlernte Deutsch der Geflüchteten nicht aus, um diesen Informationsfluss zu gewährleisten, und weder Ärzt*innen noch Behörden verfügen über ein entsprechend breites Repertoire an Sprachkenntnissen.

Besonders Arabisch, Farsi, Paschtu, Somali, Dari, Tigrinya, Albanisch, Serbisch, Mazedonisch, Kurdisch und Russisch sind aktuell sehr gefragt.

Nicht immer ist es einfach zu übersetzen. Zum einen sind die Inhalte oft sehr komplex und daher schwer zu übertragen, zum anderen können und werden Sie in Situationen kommen, in denen es um sehr intime und emotionale Themen der Menschen geht, die auch Sie nicht unberührt lassen. Falls Sie merken, dass es Sie zu sehr emotional mitnimmt, ziehen Sie eine*n professionelle*n Dolmetscher*in hinzu – sie sind auch in dieser Hinsicht ausgebildet und haben gelernt sich von den Inhalten zu distanzieren. Es ist niemandem geholfen, wenn Sie als Übersetzer*in mit-traumatisiert werden (in der Psychologie wird dies sekundäre Traumatisierung genannt)!

Darüber hinaus gibt es Gelegenheiten, bei denen nicht alles „einfach so“ übersetzt werden sollte. So ist es nötig einen vereidigten, staatlich geprüften Dolmetscher*innen hinzuzuziehen.