Gut zu wissen...

Auf der Seite des Informationsverbund Asyl und Migration finden Sie alle notwendingen Informationen, sowie Merkblätter und Checklisten.

Familienachzug

Das Grundgesetz stellt Ehe und Familie unter einen besonderen Schutz. Deswegen ist es grundsätzlich möglich, dass Familienangehörige aus dem nach Deutschland einreisen können. Dies betrifft nur die Kernfamilie, also Ehepartner und eigene Kinder unter 18 Jahren.

Bei den Regelungen zum Familiennachzug unterscheidet der Gesetzgeber verschiedene Gruppen, die jeweils unter anderen Bedingungen ihre Familienangehörigen nach Deutschland holen können.

Anerkannte Flüchtlinge haben ein Recht auf Familiennachzug. Dieser kann erst nach der Anerkennung beantragt werden, nicht während eines laufenden Asylverfahrens.
Dazu müssen die Ehegatten und Kinder oder Eltern von minderjährigen Kindern, einen Visumsantrag bei der für sie zuständigen deutschen Auslandsvertretung (Konsulat oder Botschaft) stellen und dort persönlich vorsprechen.
Wenn innerhalb von drei Monaten nach der Anerkennung ein Antrag bei der Ausländerbehörde gestellt wird oder insbesondere für anerkannte SyrerInnen eine sogenannte "fristwahrende Anzeige" über das Webportal des Auswärtigen Amts gestellt wird, wird von den üblichen Voraussetzungen abgesehen. Dies gilt aktuell nur für Schutzberechtigte nach Genfer Konvention (§3, Absatz 1 AsylG). Für subsidiär Schutzberechtigte ist der Familiennachzug bis zum 16.3.2018 ausgesetzt, nach verstreichen dieser Zeit können sie die fristwahrende Anzeige stellen und den Nachzug einleiten.

Als Hürde erweisen sich oft fehlende oder „nicht legalisierte“ Dokumente, wie Heirats- oder Geburtsurkunden. Dies könnten Sie schon im Vorfeld gemeinsam mit den Menschen prüfen und gegebenenfalls DNA-Tests einleiten.


Auf der Seite des Informationsverbundes Asyl & Migration gibt es sehr gute, sortierte und leicht verständliche Informationen, Merkblätter und Materialien zum Thema Familiennachzug: familie.asyl.net/start/

Im Übrigen finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge eine Studie vom Europäischen Migrationsnetzwerk (EMN) „Familiennachzug von Drittstaatenangehörigen nach Deutschland“.