Tag des Flüchtling: „Integration statt Ausgrenzung!“

AK Asyl und Initiativausschuss fordern „Initiative für Bildung“

Eine Initiative für Bildung für die neu angekommenen Flüchtlinge fordert der Arbeitskreis Asyl Rheinland-Pfalz zusammen mit dem Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz von der Landesregierung aus Anlass des bundesweiten Tags des Flüchtlings.

„Wir brauchen in Rheinland-Pfalz für die Flüchtlinge zwischen 18 und 27 Jahren eine Bildungsoffensive. Die Landesregierung muss die Integrationsmillionen des Bundes in die Hand nehmen und ein flächendeckendes Angebot zur schulischen Förderung der jungen Flüchtlinge machen, die hoch motiviert, aber mit geringer formaler Bildung ins Land gekommen sind.“

Oft fehlten Schulabschlüsse oder würden hier nicht anerkannt. „Wenn wir diese Flüchtlinge nicht umgehend in Berufsschulklassen integrieren, werden sie von der Teilhabe an der Gesellschaft ausgegrenzt und künftig nur schwer in den Arbeitsmarkt zu vermitteln sein“.

Die beiden Organisationen schätzen, dass fast 10.000 Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz durch nachholende Schulabschlüsse in Berufschulen, aber auch in der Sekundarstufe II nachqualifiziert werden müssen, um eine Berufsausbildung beginnen zu können.

Die weitaus meisten der 2015 und 2016 ins Land gekommenen Flüchtlinge werden dauerhaft hier bleiben. Es ist ein Gebot der politischen Vernunft, jetzt die Weichen für eine gelingende Integration zu stellen. Für die Integration der Flüchtlinge muss auf allen Ebenen mehr getan werden.

Die im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Modellversuche von Land, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und der Bundesagentur für Arbeit zur Erprobung geeigneter Formen der Beschulung von 18-25jährigen Flüchtlinge sind nicht mehr als Symbolpolitik: „Was bringen uns drei Modellversuche im ganzen Bundesland, wenn wir 300 Klassen für Flüchtlinge benötigen?“

Rheinland-Pfalz muss für den Schulunterricht für erwachsene Flüchtlinge deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. „Die Integration der Flüchtlinge ist eine Langzeitaufgabe. Es ist höchste Zeit, dass die Landesregierung eine schulische Bildungsinitiative startet.“

Pressemitteilung AK Asyl Rheinland-Pfalz und Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz

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