Freifunk – „Digitales Ehrenamt“ für mehr Teilhabe

Was hat denn ausgerechnet WLAN mit Ehrenamt zu tun? Spätestens seitdem es die Initiative Freifunk gibt kann auf diese Frage eine interessante Antwort gegeben werden: WLAN muss nichts Privates sein, es kann auch kostenlos und gemeinschaftlich zur Verfügung gestellt werden, sozusagen ehrenamtlich!

Freifunk setzt sich schon relativ lange für flächendeckendes WLAN ein, ist jedoch vielen kein geläufiger Begriff. Im Grunde genommen funktioniert das System so: Ein voreingestellter „Freifunk-Router“ wird an einen bereits vorhandenen privaten Router angeschlossen und ermöglicht so den öffentlichen Internetzugang über ein separates eigenes WLAN. Das neue öffentliche WLAN und der ursprüngliche private Zugang, an den das Gerät angeschlossen ist, bleiben durch eine gesicherte Verbindung dabei natürlich vollständig voneinander getrennt. Auf die Identität des Ursprungsanschlusses kann später nicht mehr geschlossen werden.

Anfang 2021 gab es nun eine erfreuliche Neuerung. Freifunk kann im Zuge des Jahressteuergesetzes 2020 als gemeinnütziger Zweck von den Finanzämtern anerkannt werden. Dies macht es besonders attraktiv für ehrenamtliche gemeinnützige Organisationen, die Freifunk anbieten wollen.

Besonders im Zuge der Coronapandemie ermöglicht vor allem ein Internetzugang Teilhabe am öffentlichen Leben. Immer noch existieren großflächig Orte in Deutschland, die beispielsweise auch durch mobile Netzwerke nicht versorgt werden. Freifunk ist sozusagen digitales Ehrenamt und kann helfen, diese Lücken zu schließen und mehr Teilhabe für ältere und junge Menschen zu ermöglichen.

Wollt ihr euch weiter informieren? Hier findet ihr häufig gestellte Fragen und Ideen, wie ihr Freifunk unterstützen und in dem bundesweiten Netzwerk mitmachen könnt. Die Digitalisierung innerhalb ehrenamtlicher Strukturen wird auch in Zukunft eine notwendige Aufgabe sein, die es gemeinsam zu bewältigen gilt.

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