Ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit im Wandel - Tätigkeitsprofile, Bedarfe und Koordinierungsformen. Eine Studie zur Situation in Rheinland-Pfalz

Im Rahmen der Online Veranstaltung „ MITEINANDER MITGESTALTEN“ wurde  die aktuelle Studie, welche im Auftrag des Integrationsministeriums RLP und in enger Zusammenarbeit mit Aktiv für Flüchtlinge Rheinland-Pfalz  vom  Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism) erstellt wurde, vorgestellt und diskutiert.

Unter dem Titel „Ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit im Wandel - Tätigkeitsprofile, Bedarfe und Koordinierungsformen. Eine Studie zur Situation in Rheinland-Pfalz“ gibt die Veröffentlichung wichtige Analysen und Impulse für unsere Arbeit.

Ehrenamtliche und Hauptamtliche aus verschiedenen Tätigkeitsfeldern diskutierten im Rahmen der Veranstaltung über einzelne Schwerpunktthemen, unter anderem über die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen mit unserem Projekt  „Aktiv für Flüchtlinge Rheinland-Pfalz“. Wir sind froh über die Erkenntnisse dieser Studie und werden sicher die ein oder andere Erkenntnis für die Weiterentwicklung unserer Arbeit nutzen können.  Ein paar Zitate aus der Studie machen vielleicht Lust darauf, diese sich hier (als PDF)  herunterzuladen und zu lesen:

„Ziel war es, einen fundierten Überblick über die Arbeitsformen und -inhalte, Motivationen und Herausforderungen der in Rheinland-Pfalz ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierten Menschen zu geben. Dadurch sollen Informationen für die Weiterentwicklung der Unterstützungsstrukturen für das Ehrenamt hinsichtlich der nun stärker in den Vordergrund tretenden Integrationsarbeit gewonnen werden….

Entsprechend besteht der Wunsch nach stärkerer Unterstützung von Seiten der Kommunen, Jobcenter und Ausländerbehörden. Hinzukommen die Asylrechtsverschärfungen der letzten Jahre, die für Ehrenamtliche belastend sind und deshalb demotivierend wirken. (...) Unter den vielfältigen Vorstellungen von angemessenen Anerkennungsformen ehrenamtlichen Engagements (…) stechen der Wunsch nach guter Zusammenarbeit auf nächstgelegener Arbeitsebene, v.a. mit Hauptamtlichen und zweitens nach politischer Unterstützung besonders hervor….

….Die Studie zeigt, dass die Szene der Ehrenamtlichen in Rheinland-Pfalz derzeit immer noch sehr gut aufgestellt ist. Es gibt sehr aktive Personen und Initiativen im Feld. Allerdings ist Unterstützung nötig, um die Ehrenamtlichen von Schwierigkeiten zu entlasten und ihnen die Rahmenbedingungen zu bieten, die ein langfristiges Engagement möglich machen. Diese Unterstützung ist sowohl von Landesseite als auch, und im Besonderen, vor Ort in den Kommunen notwendig. Nur so kann das Ehrenamt dauerhaft auf einer guten Basis agieren.

Die großen Vorteile einer aktiven Freiwilligenszene im Flüchtlingsbereich ist, dass diese Strukturen jederzeit aktivierbar sind, wenn es erneut zu einer Erhöhung der Flüchtlingszahlen kommen wird. Zudem sind diese Personen gut in die Themen der Integration Neuzugewanderter eingearbeitet, so dass sie auch einwandernden Fachkräften oder Drittstaatlern in ihrem Ankommensprozess zur Seite stehen können….

Ehrenamt darf nicht dazu dienen, Aufgaben zu übernehmen aus denen sich staatliche Akteure zurückziehen. Es muss freiwillig und unentgeltlich bleiben und so begleitet werden, dass es den Engagierten Spaß macht und nicht als Bürde aufgefasst wird.“

Torsten Jäger vom Initiativausschuss für Migrationspolitik schreibt zu der Studie:

„Die Studie ist reich an befragungsgestützten Erkenntnissen und Analysen und bekommt von uns eine ausdrückliche Leseempfehlung!“

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