Alles sicher am Hindukusch?! Länderfachtag zu Afghanistan

Der Arbeitskreis Asyl Rheinland-Pfalz veranstaltet gemeinsam mit der Liga der Wohlfahrtsverbände und dem Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz ein Sonderplenum Afghanistan.
„Alles sicher am Hindukusch?!“ lautet die Frage, der am 31. August 2017 von 9.30 - 17 Uhr im Dietrich-Bonnhoefer-Haus in Bad Kreuznach nachgegangen wird.
Sachkundige Referent*innen werden mit Vorträgen zur historische Entwicklung Afghanistans, zur aktuellen Situation und zu Entwicklungen in der Rechtsprechung helfen, die Lage in der Krisenregion Afghanistan besser nachvollziehen zu können.

Der Teilnahmebeitrag beträgt 10 Euro für Ehrenamtliche und 20 Euro für Hauptamtliche und ist in bar vor Ort zu entrichten. Eine Teilnahmebestätigung wird ausgehändigt.

Um insbesondere das Essen planen zu können, wird um Rückmeldung an info@asyl-rlp.org gebeten, wer an dem Sonderplenum teilnehmen will.

In der Einladung zum Fachtag Afghanistan heißt es:

Die Situation in Afghanistan verschlechtert sich seit vielen Jahren immer mehr. Von anhaltendem „extremen Leid“ für die Bevölkerung in einem „hässlichen Krieg “ sprechen die Vereinten Nationen in ihrem jüngsten Halbjahresbericht über zivile Opfer in Afghanistan. Die Zahl der verlässlich festgestellten Toten und Verletzten liege mit 1662 und 3581 nur sehr knapp, um 24 Menschen, unter dem „Rekordniveau“ des ersten Halbjahres 2016. Nach einem gewissen Rückgang im Vorjahr waren Frauen und Kinder mit 610 Toten sowie 1603 Verletzten wieder besonders stark betroffen.
Dagegen geht Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maiziere davon aus, dass es in Afghanistan „sichere“ Gebiete gibt, in die man die Menschen zurück schicken kann.

Besonders viele Opfer entfielen auf die Hauptstadt Kabul, die die Bundesregierung bisher für sicher genug hält, um abgelehnte Asylbewerber dorthin abzuschieben – von Dezember 2016 bis zur vorläufigen Aussetzung Anfang Juni 2017 waren das 106 Flüchtlinge. Aber das heißt nicht, dass es anderswo ruhiger wird. Die UNO stellte zunehmende Opferzahlen in weiteren 14 der 34 Provinzen fest, in allen sieben Regionen des Landes. Von einem Abflauen des landesweiten Krieges kann also keine Rede sein.

Das Programm des Fachtages Afghanistan 

  • 09:30 Uhr – 10:00 Uhr
    Ankommen, Anmelden, Stehkaffee
  • 10:00 Uhr – 10:15 Uhr
    Begrüßung und Einführung Andreas Lipsch, Pro Asyl
  • 10:15 Uhr – 10:30 Uhr
    Grußwort Staatssekretärin Dr. Christiane Rohleder, MFFJIV
  • 10:30 Uhr – 11:00 Uhr
    Die historische Entwicklung Afghanis1tans. Wo kommen die Konflikte her? Martin Gerner, ARD-Journalist und Filmautor, Dozent für Konfliktforschung/Peacebuilding Studies, Köln
  • 11:00 Uhr – 11:30 Uhr
    Ausschnitte aus dem Film „Generation Kunduz – Der Krieg der Anderen“ von Martin Gerner
  • 11:30 Uhr – 12:00 Uhr
    Möglichkeit der Diskussion und Rückfragen zum Film
  • 12:00 Uhr – 13:00 Uhr
    Mittagessen
  • 13:00 Uhr – 13:45 Uhr
    Zur aktuellen Situation in Afghanistan. Friederike Stahlmann, Max-Planck-Institut für ethnologische For-schung, Halle
  • 13:45 Uhr – 14:30 Uhr
    Aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung zu Afghanistan. Tim Kliebe, Rechtsanwalt, Frankfurt
  • 14:30 Uhr – 15:15 Uhr
    Zur aktuellen Situation in Afghanistan. Martin Gerner
  • 15:15 Uhr – 15:45 Uhr
    Kaffeepause
  • 15:45 Uhr – 16:45 Uhr
    Wie geht es weiter mit/ in Afghanistan? Podiumsdiskussion Martin Gerner, Friederike Stahlmann, Tim Kliebe, Andreas Lipsch
    Moderation: Siggi Pick, AK Asyl Rheinland-Pfalz
  • 16:45 Uhr – 17:00 Uhr
    Zusammenfassung, was ist zu tun und Abschluss

Die Einladung zum Fachtag Afghanistan als PDF

 

 

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