18. August 2020 - Save the Date: 5 Jahre „Sommer des Willkommens“ – Was wurde geschafft, wie geht es weiter?

 

28. September 2020 bis 2. Oktober 2020 drei Online-Panel anhand von drei Beispiel-Kommunen mit folgenden Themen-Schwerpunkten stattfinden:

  • Integration zwischen ländlichem Raum und Großstadt: Sprache, Bildung und Teilhabe als Integrationsfaktor am Beispiel der Kreisstadt Ingelheim (Leitung: Dr. Dominique Gillebert, Integrationsbeauftragte der Stadt Ingelheim)

  • Integration im ländlichen Raum: Ehrenamtliches Engagement, Kooperation von Zivilgesellschaft und Verwaltung am Beispiel des Kreis Trier-Saarburg (Leitung: Dr. Anette Barth, KulturGießerei Saarburg)

  • Integration und der urbane Raum: Arbeitsmarktintegration am Beispiel der Region Koblenz (Leitung: Gregor Bell, Projekt "FAiR - Flüchtlinge und Asylsuchende integriert in die Region" beim Caritasverband Koblenz e.V.)

Seit vielen Jahren kommen Menschen als Flüchtlinge nach Europa und auch nach Deutschland. Sie fliehen vor Krieg und Gewalt, vor Verfolgung und Diskriminierung, vor extremer Armut und der Bedrohung ihrer Existenzgrundlage durch den Klimawandel. Sie suchen Schutz und neue Überlebensperspektiven. Der Sommer 2015 markierte dabei zahlenmäßig einen Höhepunkt und löste in Politik und Gesellschaft eine neue, intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht aus. Er ging in Deutschland als der „Sommer des Willkommens“ in die Geschichte ein.

Es entstanden zahlreiche Projekte und Initiativen, um den Menschen das Ankommen in Deutschland zu erleichtern, die Zahl der ehrenamtlichen Helfer*innen war immens. Bundes- und Landesregierung(en) reagierten mit Hilfsmaßnahmen bzgl. Unterbringung, Spracherwerb und Bildung. Doch zumindest auf Ebene von Politik und Gesetzgebung musste diese Willkommenskultur schnell einer bis heute andauernden Welle an Restriktionen und Abschreckungsversuchen weichen, durch die die Rechte von Flüchtlingen und Migrant*innen massiv eingeschränkt worden sind.

Fünf Jahre nach dem „Sommer des Willkommens“ wollen wir Bilanz ziehen: Was wurde geschafft und wie wurde es geschafft? Wie ist die Aufnahme in Rheinland-Pfalz gelungen? Wie sieht das Zusammenleben heute aus? Welche offenen Fragen und Herausforderungen bestehen fort? Welche Lehren können Politik, NGOs und Initiativen für die Zukunft ziehen?

Die Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz, der AK Asyl - Flüchtlingsrat RLP e.V., Aktiv für Flüchtlinge RLP und der Initiativausschuss für Migrationspolitik in RLP laden ein, sich diesen Fragen in unterschiedlichen Online-Formaten zu nähern und mit Expert*innen aus mehreren Regionen in Rheinland-Pfalz zu diskutieren. 

Um die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den Regionen abzubilden, werden im Zeitraum vom
28. September 2020 bis 2. Oktober 2020 drei Online-Panel anhand von drei Beispiel-Kommunen mit oben genannten Themen-Schwerpunkten stattfinden:

  • Integration zwischen ländlichem Raum und Großstadt

  • Integration im ländlichen Raum

  • Integration und der urbane Raum

Für diese Online-Diskussionen sind Anmeldungen erforderlich. 

Am 6. Oktober 2020 sollen im Rahmen einer zweiteiligen Online-Veranstaltung die Ergebnisse dieser drei Diskussionen zusammengetragen und ein ganzheitlicher Blick auf die Entwicklungen geworfen werden.

  • Am Vormittag - 11.30 bis 13.00 Uhr - freuen wir uns auf eine Key-Note von Dr. Olaf Kleist, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) - Dieser Onlinevortrag wird als Livestream übertragen. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

  • Am Nachmittag (14 bis 15.30 Uhr) findet eine Online-Podiumsdiskussion statt, bei der wir 

    • Anne Spiegel, Integrationsministerin RLP

    • Andreas Lipsch, Vorsitzender Pro Asyl

    • Albrecht Bähr, Geschäftsführer und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Diakonie RLP

begrüßen dürfen. Moderiert wird das Podium von Claudia Vortmann - Die Podiumsdiskussion wird als Livestream übertragen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bitte merken sie sich die Veranstaltung(en) vor, weitere Informationen insbesondere zu den Terminen und Anmeldemodalitäten der „Regional-Panel“ folgen.

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