Gut zu wissen...

Viele der Menschen haben bereits ein Smartphone oder investieren ihr Erspartes zumeist direkt in ein internetfähiges Smartphone.

Dies ist der einfachste und oft auch einzige Weg mit der Familie in der Heimat und den Freund*innen, die unter Umständen über die ganze Welt verteilt sind, Kontakt zu halten.

Zeit- und Sachspenden

Ein erster Kontakt zu Flüchtlingen ergibt sich häufig nach Spendenaufrufen.

Beliebter als Kleidung sind dabei Fahrräder, PCs oder Mobiltelefone. Kinderkleidung, Kinderwagen, Spielzeug oder Dinge für die Schule oder den Vereinssport sind meistens auch willkommen.

Erkundigen Sie sich möglichst was wirklich benötigt wird: Bei den Betreuungsverbänden, regionalen Koordinationsstellen oder bei den geflüchteten Personen selbst.

Kleidung ist meist sinnvoller in Kleiderkammern der Wohlfahrtsverbände und Sozialkaufhäusern abzugeben, denn dort wird sie sortiert und es stehen Lagerkapazitäten zur Verfügung.

Für die Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylbewerber (AfA) gibt es eine zentrale Spendenvermittlung samt Bedarfslisten: add.rlp.de

Oft sind Zeitspenden weitaus erfreulicher für die Neuankommenden als ein weiteres Paar Schuhe und Bettwäschegarnituren. Insbesondere jetzt, wo immer weniger auch wirklich neu ankommen, viele der Geflüchteten halten sich bereits eine ganze Weile in Deutschland auf und verfügen über eine Erstausstattung. Worüber die meisten weniger verfügen sind Kontakte bzw. schlicht Freundschaften.

Fahrräder„Spenden“ Sie daher lieber Zeit, unternehmen Sie etwas Schönes gemeinsam und lernen Sie sich kennen!

Bedenken Sie dabei: Geflüchtete befinden sich häufig in einem Ausnahmezustand, haben mitunter Schreckliches (üb)erlebt und sehen sich in Deutschland mit vielen bürokratischen Regelungen konfrontiert, deren Einhaltung entscheidend für ihren weiteren Verbleib ist. So werden Sie immer wieder in Situationen geraten, in denen Sie nach Rat und ihrer Meinung gefragt werden.

Seien Sie sich bewusst, dass Sie beratend auch eine große Verantwortung tragen, Ihre Entscheidungen können und werden Konsequenzen haben.
Wenn Sie nicht genau wissen, was zu tun ist oder auch nur etwas unsicher sind, suchen Sie gemeinsam die nächste Fachberatungsstelle auf!

Wichtig ist generell: Bleiben Sie ehrlich und realistisch.

Falls Sie negative Entscheidungen im Asylverfahren oder Ablehnungsbescheide zu den gestellten Anträgen mitteilen oder zu überbringen haben, sollten Sie den Menschen keine falschen Hoffnungen machen. Auch wenn es unangenehm ist, Sie traurig oder verärgert stimmt, haben Sie den Mut, die schlechten Nachrichten zu überbringen. Denn lieber im Nachhinein doch eine positive Überraschung als mit dem Gedanken „alles ist gut“ eine böse zu erleben.